Von der Palmweihe bis zur Auferstehung

In der Karwoche und den Ostertagen wurde in der Pfarre zum Hl. Eusebius in Brederis ein dichtes liturgisches Programm geboten.

 

Palmweihe am Palmsonntag

Messe am Gründonnerstag

Kreuzweg und Liturgie am Karfreitag 

Liturgien von Osternacht und Ostersonntag

Mit der Palmweihe am Palmsonntag und anschließender Prozession in die Kirche wird an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem erinnert, wo ihm das Volk zum Zeichen seines Königtums mit Palmzweigen zujubelte. In Anlehnung an dieses Ereignis segnete Pfr. Alfred Bachmann auf dem Vorplatz der Kirche - unterstützt von der Ministrantenschar - in Anwesenheit zahlreicher Gläubigen - die Palmgebinde durch ein Weihegebet und Besprengung mit Weihwasser. Anschließend erfolgte der feierliche Einzug in die Kirche. Statt der Lesung wurde das Evangelium von der Passion Christi „Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ nach Markus vorgetragen. Als Lektoren fungierten Pfr. Alfred Bachmann und Kurt Auth.

Das zweite liturgische Ereignis folgte am Gründonnerstag. Die von Pfr. Alfred Bachmann gehaltene Messe, von Simone Amann-Ledetzky und Isolde Feuerstein als Familienmesse konzipiert, wurde zusammen mit Kindern von zwei VS-Klassen aus Meiningen und einer aus Brederis gestaltet. Das „Brot“ und „Jesus“ standen im Mittelpunkte des Geschehens. Mit einem Schattenspiel wurden Szenen aus dem Leben Jesu nachgestellt und auch Pfr. Bachmann stellte in seiner  Predigt das Brot und eine kurze Geschichte vom Weizenkorn in den Mittelpunkt. Damit zog er eine Brücke zum Motto dieser Familienmesse – TEILEN – denn sowohl das Weizenkorn als auch das Produkt „Brot“ setzen sich aus vielen Einzelteilen zusammen. Nach der Hl. Messe klappte der Messner Franko Riba die beiden Seitenflügel des Flügelaltars zusammen, sodass der geschlossene Altar als Ganzes in seiner spätgotischen Pracht sichtbar wurde.

 

 

Die Kernpunkte des Karfreitag-Geschehens bildeten einerseits das Verlesen des Evangeliums von der Passion Christi

 

„Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ nach Johannes am Nachmittag (Leitung: Diakon Johannes Bayer) und die Liturgie am Abend, die von Diakon Bayer und Maissen Jutta gemeinsam gestaltet wurde.

Ein ganz besonderes Ereignis waren die Feierlichkeiten in der Osternacht. Die Kirche war voll besetzt, der Ablauf war so gewählt, die drei Hauptteile - Lichtfeier, Tauffeier und Eucharistie - waren gut erkennbar. Der Festgottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Chor imPuls unter der Chorleiterin Simone Amann-Ledetzky und vereinzelten, solistischen Improvisationen von Herbert Walser-Breuss mit seiner Trompete.

 

Weil die Glocken „verstummt“ waren wurden die Kirchgänger von Kindern mit Ratschen begrüßt. Die Lichtfeier begann dann mit der Segnung des Osterfeuers und der Entzündung der Osterkerze am Kirchplatz. Anschließend zog Pfr. Elmar Simma zusammen mit der Ministrantenschar in feierlicher Prozession in die dunkle Kirche ein. Links und rechts des Hauptganges hatten sich Chormitglieder mit Kerzen positioniert, die dadurch den Innenraum der Kirche in eine ganz eigenartige Magie versetzten. An drei Stellen blieb Pfarrer Simma stehen und sang den Ruf „Lumen Christi“, worauf die Gläubigen „Deo gratias“ antworteten. Zum Abschluss gaben die Ministranten das Licht an die Gläubigen weiter und der Priester stellte die Osterkerze neben den Altar. Anschließend erklang das Exultet (Osterlob), gesungen von Christoph Kessler. Das war der Höhepunkt und sogleich der Abschluss der Lichtfeier. Die weiteren Punkte waren dann:

  • die Lesungen (Harald Spiegel, Metzler Margot);
  • das Gloria (Glocken erklangen, Lied „Christus ist erstanden..“);
  • das Osterevangelium mit anschließender Predigt;
  • die Taufwasserweihe (wobei der Priester die Osterkerze in das geweihte Taufwasser tauchte) und die Besprengung der Gläubigen;
  • das Glaubensbekenntnis und die Fürbitten und schlussendlich
  • die Eucharistiefeier.

Den Festgottesdienst am Ostersonntag zelebrierte Hausherr Pfr. Antony Payyapilly. Er wurde mit Volksgesang musikalisch umrahmt von Henrike Schmalegger an der Orgel, als Lektor für Lesung und Fürbitten fungierte Bernhard Jenny. Pfr. Antony fragte sich in seiner Osterpredigt: Was bleibt übrig vom Fest der Osternacht? Seine Antwort: u.a. „die Osterkerze, weil mit ihrem Licht die Kerzen bei vielen Ereignissen (Taufe, Erstkommunion, Firmung, bei jeder Messe, Bebräbnis…) angezündet werden und mit dem Licht dieser Kerzen Hoffnung und Kraft entstehen. Mit diesem Mut und dieser Kraft wird unser Herz geöffnet und Gottes Geist eingelassen, dass wir in der Folge vieles entspannter und leichter erleben können.“

 

Zusammenfassend war es eine ereignisreiche Woche, geprägt vom Gefühl der Gemeinschaft, der Zusammengehörigkeit und der Hoffnung, die jedes Jahr die Karwoche und das Osterfest zu etwas Besonderem werden lassen, nämlich zu einem Neubeginn, zu einem Tag der Familie und der Tradition.