„Wenn man singt, dann betet man doppelt

 

Der 31. Jänner ist der Todestag des Hl. Eusebius, am 28. Jänner feierte die Pfarre das Patronatsfest“, den liturgischen Gedenktag seines Schutzpatrons im Rahmen eines eigenen Hochfestes, zu dem Pfr. Rinoy eine große Anzahl von Gläubigen (die Kirche war fast voll) ganz herzlich begrüßen konnte. Er stellte den Hl. Eusebius vor allem in der Predigt in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Dabei beleuchtete er sein Leben, suchte nach Gründen für die iroschottische Mission im 6. bis 8. und später im 11. Jahrhundert, widmete sich dem Begriff „Märtyrer“ und nahm auch Bezug zum Inhalt der Lesung und des Evangeliums, dessen Gemeinsamkeit das „Christliche Leben“ war.

 

 

Musikalisch umrahmte der Männergesangsverein Liederkranz Rankweil diesen hohen kirchlichen Festtag.

Chorleiter Lukas Breuss-Zeisler hatte für den etwa 40 Männer umfassenden Chor ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm für das kirchliche Jubiläum zusammengestellt, das verschiedene Stilepochen umfasste und vom Chor einiges abverlangte, wie etwa beim traditionell afroamerikanischen Spiritual „Rock my soul“, dem „Medieval Gloria“ von Vijay Singh oder dem weithin bekannten Song von Harry Belafonte My Lord, what a morning“. Dessen Text symbolisiert das morgendliche Erwachen und die Ankunft von Jesus Christus, betont die Bedeutung und Intensität dieses Moments durch wiederholte Phrasen und beschreibt eine spirituelle Erfahrung, bei der die Menschen die Gegenwart Gottes fühlen und seine Macht sehen können. Nicht fehlen durften mit dem „Hallelujah-Jodler“ von Lorenz Maierhofer und „Sanctus aus der Schubertmesse Altbekanntes und Bewährtes.

Lukas Breuss-Zeisler war nicht nur ein geschickter Chorleiter, der seine „Mannen“ mit kraftvoller Taktgebung und Bravour durch das Programm führte, sondern glänzte auch mit seiner Frau Verena Zeisler am Beginn und Ende des Festgottesdienstes mit je einem Duett (op.61- Allegro/Rondo) für zwei Violinen von Jacques Féréol Mazas, einem französischem Violinist und Musikpädagogen.

 

Zum Schluss des Festgottesdienstes bedankte sich Pfarrer Rinoy beim Liederkranz Rankweil und dem Solistenduo für die musikalische „FEINKOST“, seine Bemerkung dazu: „Wenn man singt, dann betet man doppelt.“ Es war für ihn eine Freude und innere Genugtuung, dieser Musik zu lauschen, sowie in Vertretung von Pfr. Noby an zwei Sonntagen Gottesdienste zu gestalten und mit den Gläubigen zu feiern. Was ihn besonders beeindruckte, waren die „Lebendigkeit“ der Pfarrgemeinde, sowie der Zusammenhalt, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Menschen, mit denen er zu tun hatte. Die Kirchenbesucher*Innen bedankten sich bei ihm mit einem tosenden Applaus.