SCHNITZEL-INTERVIEW 2022

„Bestattung, Begräbnis, Tod“

                               ein Interview mit zwei Experten

 

Nach dem liturgischen Fest am 20. März in der Pfarrkirche mit Diakon Bayer führte der Weg für viele Bewohner/Innen aus Brederis in den Bresner-Saal. Während des Mittagessens mit Schnitzel und Kartoffelsalat konnte jeder Gast schriftliche Fragen zur Thematik „Bestattung, Begräbnis, Tod“ stellen, die anschließend - zu Themenkreisen vereint - mit den beiden anwesenden Referenten Thomas Lins, zuständig für die Verwaltung der Friedhöfe in der Marktgemeinde Rankweil, und Christoph Wieland vom Bestattungsinstitut Ammann diskutiert wurden. Als Moderatorin fungierte PGR-Obfrau Jutta Maissen.

 

Als ein ganz heißes Thema entpuppte sich die im Friedhof ostseitig gelegene Urnenwand, für viele Bewohner in Brederis ein Schandfleck. Eine mögliche Umgestaltung wurde schon einmal unter Franz Böckle (verst. 2019) anvisiert, scheiterte aber aus unbekannten Gründen. Der PGR wird sich in der kommenden Periode speziell diesem Thema annehmen und eine Lösung suchen. Weitere Fragen an Herrn Thomas Lins betrafen

 

  • die Vergabe, Größe und Gestaltung von Urnengräbern;
  • die Reservierung eines Urnengrabes (geht nicht);
  • eine mögliche Wahl zwischen Urnenwand oder Urnengrab und
  • eine mögliche Wahl des Friedhofs in der Marktgemeinde schon vor dem Ableben.

 

Der Fragenkomplex an den Vertreter des Bestattungsunternehmens, Herrn Christoph Wieland, war sehr vielfältig. Da wurde nach den Voraussetzungen für den Beruf eines Bestatters gefragt, ebenso bestand Interesse am Verdienst, der Dienstzeit, den Aufgaben eines Bestatters und nach den Kosten für eine Urne und den Kosten eines Begräbnisses allgemein. Auch die Fragen „Was passiert, wenn jemand stirbt“ oder „Kann ich einen Teil der Asche meines Angehörigen mit nach Hause nehmen und irgendwo verstreuen“ verlangten eine Antwort vom Fachmann.

 

Gibt es auch Grenzen der psychischen Belastung für einen Bestatter? „Ja“ meinte Herr Wieland, „wenn ein Kind stirbt, wenn Personen sterben, die ich kenne oder gleich alt sind wie ich.“

 

Beide Referenten erwiesen sich kompetent auf ihrem Gebiet. Die gestellten Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit aller Anwesenden sehr genau geklärt und die Diskussionsrunde verlief ruhig und sachlich ab. Maßgebend für das gute Gelingen des „Zwiegesprächs“ war wohl die geschickte und wohlüberlegte Gesprächsführung durch PGR-Obfrau Jutta Maissen, die sich bei beiden Referenten für ihr Kommen bedankte und ihnen auch ein kleines Geschenk überreichte.

 

Dank des köstlichen Mittagessens und der Nachspeise in Form von tollen Kuchenkreationen war es insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, die für ein pfarrliches Miteinander enorm wichtig ist.